Warschau galt vor dem Zweiten Weltkrieg als eine der schönsten Städte Europas. Fast die gesamte architektonische Pracht wurde 1939 während des Angriffs auf Warschau durch die deutsche Luftwaffe sowie während und nach der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes im Jahr 1944 von deutschen Truppen bewusst zerstört. Die Sehnsucht nach dem verschwundenen Warschau war unter den alten Warschauern, die die repräsentative Stadt noch vor dem Krieg erlebt hatten, immer präsent. Mit der größeren Verbreitung alter Fotos und historischer Stadtpläne über das Internet springt diese Sehnsucht nun auch auf jüngere Generationen über.

Spielende Kinder auf dem Plac Kościuszki in Białystok

(Berlin, JP) In Ostpolen gibt es viel Sehenswertes: Eine größtenteils bis heute lebendige Vielfalt an Religionen und ethnischen Minderheiten, Spuren der Zeit- und Kulturgeschichte des Landes in sonst sehr modernen Städten und unberührte Natur. Auf unserer Reise Anfang August haben wir einiges gelernt und noch mehr erlebt. Für Euch berichten wir davon immer freitags in einer Artikelserie.

Rastplatz Kolberg an der A2, Foto: Claudia Pinl

Auf “Stettin”, “Kolberg” und “Allenstein” weisen Hinweisschilder an der Autobahn A2 in Nordrhein-Westfalen hin. „Landsberg an der Warthe – 5 Kilometer“ kann man auf einem Schild an der A3 in Hessen lesen. Handelt es sich um Ausfahrten? Nein, erst auf den zweiten Blick sieht man, dass es sich um Hinweisschilder auf Rast- bzw. Parkplätze handelt.