Władysław Bartoszewski (1922 – 2015): Widerstand – Erinnerung – Versöhnung (Ausstellung)

Datum/Zeit
Date(s) - 12/07/2021 - 28/07/2021
Ganztägig

Veranstaltungsort
Donau-Einkaufszentrum Regensburg

Kategorien


Als zwanzigste Station wird die Bartoszewski-Ausstellung in Regensburg gezeigt.

Die Bartoszewski-Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin e. V. und die Anna-Morawska-Gesellschaft – Ökumenischer Dialog für deutsch-polnische Verständigung e. V. in Kooperation mit dem Donau-Einkaufszentrum Regensburg (DEZ) sowie der DEZ-Bühne, gefördert durch die Sanddorf-Stiftung, die Stadt Regensburg und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien zeigen im Donau-Einkaufszentrum die Ausstellung „Władysław Bartoszewski 1922–2015. Widerstand – Erinnerung – Versöhnung – Kulturdialog“.

Entworfen im Herbst 2015 für die Kanzlei des damaligen polnischen Premierministers, wurden die Texte durch die Förderung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit ins Deutsche übertragen. Es entstand eine Wanderausstellung durch ganz Deutschland, die zwischen Juli 2018 und Juli 2021 bereits in neunzehn deutschen Städten zu sehen war.

Die Ausstellung zeigt das Leben und Wirken Bartoszewskis, der bis zu seinem Tode im Jahr 2015 unermüdlich erst als Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten, später als Historiker und nach der Wende in Polen auch als Politiker, Diplomat und Journalist zur politischen Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland beitrug. Eine facettenreiche Persönlichkeit, die jahrzehntelang an wichtigen historischen Prozessen beteiligt war.

Władysław Bartoszewski und Bayern

Obwohl Władysław Bartoszewski im Verlauf eines halben Jahrhunderts in fast ganz Deutschland unterwegs war, verbanden ihn besonders intensive Kontakte mit dem Freistaat Bayern.

Über diese Beziehungen erzählt eine Begleitausstellung, die auf drei Roll-Ups präsentiert wird und in erster Linie den bayerischen Spuren in der Biografie von Bartoszewski folgt. Sie umfasst eine Auswahl von Fotos und Dokumenten zu den zahlreichen Besuchen, Vorträgen, Autorenlesungen, aber auch zur Korrespondenz, zu persönlichen Kontakten und zum öffentlichen Engagement Bartoszewskis in Bayern.

Zeitlich umfasst die Ausstellung mehrere Jahrzehnte – von seinen ersten Visiten in München 1965 und 1966, über die geheime Zusammenarbeit mit der Münchner Redaktion von Radio Freies Europa und die akademische Tätigkeit als Gastprofessor an Bayerischen Universitäten (München, Augsburg und Eichstätt), bis zum offiziellen Dienst in der Diplomatie des unabhängigen Polens nach der Wende 1989/90. Erwähnt werden auch zahlreiche Würdigungen, die Bartoszewski in Bayern verliehen wurden.

Die Ausstellung hat zum Teil einen multimedialen Charakter – mit Hilfe von QR-Codes können sich die Besucher/innen kurze Filmaufnahmen ansehen, Aussagen ehemaliger Wegbegleiter oder Studenten Bartoszewskis.

Die Präsentation „Władysław Bartoszewski und Bayern“ wurde als Ergänzung der Hauptausstellung „Widerstand, Erinnerung, Versöhnung, Kulturdialog“ entwickelt. Sie entstand dank einer Kooperation zwischen der Bartoszewski-Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin und der Ossoliński-Nationalbibliothek Breslau mit der Stadt Regensburg und der Sanddorf-Stiftung.

Veranstaltungen im Rahmenprogramm

Mo 12.07.2021
18.30 Uhr Ausstellungseröffnung

Vernissage der Bartoszewski-Ausstellung in Regensburg
16.30 Uhr

Führung mit dem Kurator vorab, in polnischer Sprache

Anmeldung an abk@bartoszewski-initiative.de
17.30 Uhr

Führung mit dem Kurator vorab, in deutscher Sprache

Anmeldung an abk@bartoszewski-initiative.de
Mi 28.07.2021
18.30 Uhr

Finissage der Bartoszewski-Ausstellung in Regensburg
17.30 Uhr

Führung mit dem Kurator vorab

Anmeldung an abk@bartoszewski-initiative.de

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Simon Behnisch

Simon verbrachte im Rahmen seines Geschichtsstudiums zwei Semester an der Universität Warschau. Derzeit promoviert er zur preußisch-polnischen Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale. Seine Interessen gelten vor allem der aktuellen Politik und der Kultur in Polen.

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