Władysław Bartoszewski (1922 – 2015): Widerstand – Erinnerung – Versöhnung

Datum/Zeit
Date(s) - 17/05/2021 - 10/07/2021
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Veranstaltungsort
Bischof-Moser-Haus

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Als neunzehnte Station wird die Bartoszewski-Ausstellung in Stuttgart gezeigt.

Es bedarf der Brückenbauer mit Lebenserfahrung und historischem Bewusstsein, um über Gräben und Wunden hinweg die Aussöhnung zwischen Nachbarn zu betreiben. Der polnische Diplomat Władysław Bartoszewski war einer von ihnen. Die spannende Ausstellung, die wir gemeinsam mit der Bartoszewski-Initiative der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Berlin sowie mit der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Baden-Württemberg zeigen, gewährt Einblicke in das Leben und Wirken Władysław Bartoszewskis, der 1922 geboren bis zu seinem Tode im Jahr 2015 unermüdlich erst als Widerstandskämpfer gegen die Nationalsozialisten, dann als Historiker und nach der Wende in Polen auch als Politiker, Diplomat und Journalist zu der politischen Aussöhnung zwischen Polen und Deutschland aktiv beitrug. Eine facettenreiche Persönlichkeit, die jahrzehntelang an wichtigen historischen Prozessen beteiligt war.

Die Ausstellung wurde im Herbst 2015 für die Kanzlei des damaligen polnischen Premierministers entworfen. Durch die Förderung der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit konnten die Texte ins Deutsche übertragen werden. Es entstand eine einzigartige Wanderausstellung, die nun auch in Stuttgart zu sehen ist.

Bis zum 10. Juli können Sie die Ausstellung im Bischof-Moser-Haus unter Beachtung der allgemein geltenden Hygiene-Bestimmungen und derer des Ausstellungsortes besuchen: Montag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr; freitags von 9.00 Uhr bis 16.30 Uhr. Geplant ist, an folgenden Sonntagen das Haus zu öffnen: 30. Mai/ 13. Juni/ 27. Juni 2021 jeweils von 13.00 Uhr bis 17.00 Uhr. Pandemie-bedingt ist insbesondere die Sonntagsöffnung noch unsicher.

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Simon Behnisch

Simon verbrachte im Rahmen seines Geschichtsstudiums zwei Semester an der Universität Warschau. Derzeit promoviert er zur preußisch-polnischen Geschichte an der Martin-Luther-Universität Halle/Saale. Seine Interessen gelten vor allem der aktuellen Politik und der Kultur in Polen.

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