“Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken“ – Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost

Datum/Zeit
Date(s) - 06/09/2020 - 23/10/2020
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Veranstaltungsort
Propsteikirche St. Trinitatis

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Ausstellungseröffnung: 06.09.2020 / 12:30 / St. Trinitatis

Der Warschauer Aufstand gehört zu den bedeutenden deutsch-polnischen Erinnerungsorten und in Polen ist das Gedenken daran weit verbreitet. Weniger bekannt ist die Rolle der polnischen Pfadfinder während des Warschauer Aufstands gegen die deutschen Besatzer im Jahr 1944. Es waren Pfadfinder, die in dieser Zeit unter lebensbedrohlichen Umständen die Versorgung der Menschen mit Post und Päckchen organisierten und somit Kommunikation ermöglichten.

Der Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V. hat dazu eine Ausstellung und begleitende Dokumentation erstellt. Die Aktivitäten der damaligen Pfadfinder werden darin in einen historischen Rahmen eingeordnet – von der Besetzung Polens durch die Wehrmacht über den Warschauer Aufstand bis zur Zerstörung der Stadt auf Befehl Hitlers. Die Rolle der Pfadfinderpost steht im Mittelpunkt, aber die Entwicklung der Pfadfinderbewegung in Polen und Deutschland, die ersten zaghaften Kontakte zwischen Deutschen und Polen nach dem Zweiten Weltkrieg und die heutige Zusammenarbeit zwischen Pfadfinder/innen aus beiden Ländern werden ebenso beleuchtet.

Die Ausstellung versteht sich als ein Beitrag zur politischen Bildung. Angesprochen werden insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen. In individuell organisierten Workshops können u. a. folgende Themen diskutiert werden: Warum ist Kommunikation so wichtig? Welche Funktion hat ein Postdienst? Warum beteiligten sich junge Erwachsene am Widerstand? Was kann ich tun, um meinen polnischen bzw. deutschen Nachbarn besser kennenzulernen?

Veranstalter: 1 LDH – Polnische Pfadfindergruppe ZHP Świat in Leipzig und Polnisches Institut Berlin – Filiale Leipzig in Kooperation mit dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder e. V. (BdP) Leipzig / Landesverband Sachsen und dem Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V.

Jutta verbrachte zwei Semester ihres Politikstudiums in Warschau. Danach organisierte sie vier Jahre lang internationale Begegnungsprojekte im Museum des Warschauer Aufstands. Dabei schaute sie den Kollegen im Stefan Starzynski-Institut über die Schulter, die kulturelle Projekte rund um die dynamische Entwicklung Warschaus organisieren, um den Warschauern zu zeigen, in was für einer interessanten Stadt sie leben. Kein Wunder also, dass sie Warschau für die spannendste europäische Metropole hält! Nach einem weiteren kommunikationswissenschaftlichen Studium ist sie nun im Bereich Öffentlichkeitsarbeit tätig. Für Polen.pl schreibt sie seit 2012. (E-Mail: jutta@polen.pl)

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