Po-Lin. Okruchy pamięci / Spuren der Erinnerung

Datum/Zeit
Date(s) - 21. April 2026
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Veranstaltungsort
Polnisches Institut Leipzig

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Zum 83. Jahrestag des Aufstands im Warschauer Ghetto

Dok, R: Jolanta Dylewska, PL/D 2008, 82 min, dt. Fassung

Begrüßung: Nora Gitter (Stadt Leipzig) & Torsten Hentsch (Architektenkammer)
Einführung: Rainer Mende (Polnisches Institut) & Lars Tunçay (Filmjournalist)

Die polnischen Schtetl in den Dreißigerjahren des 20. Jahrhunderts – das war eine andere Welt. Pol*innen, Jüdinnen und Juden lebten Seite an Seite, das gemeinsame Leben war Normalität. Geblieben sind davon nach dem Krieg nur verstreute Ruinen, Erinnerungen, Lieder und Fotos.

Doch durch akribische Recherche gelang es Jolanta Dylewska, das Leben in den polnisch-jüdischen Kleinstädten wieder zum Leben zu erwecken. Sie sammelte Amateuraufnahmen, verband sie mit authentischen Texten und schaffte so etwas, was jahrzehntelang für unmöglich gehalten wurde: Die starr gewordenen Bilder der Erinnerung lernten wieder laufen.

Der Film mit Hanna Schygulla als Sprecherin dokumentiert, wie die Jüdinnen und Juden vor dem Zweiten Weltkrieg lebten, wie sie arbeiteten, feierten und beteten. Damit gelang Dylewska ein wunderbar eingehendes Porträt einer Kultur, die bald darauf ausgelöscht wurde.