Maria Ka. Jiddische Tradition trifft Pop & Elektronik

Datum/Zeit
Date(s) - 01/07/2022
Ganztägig

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Wer bei jiddischer Musik an Folklore mit Fiedel und Klarinette denkt, ist bei Maria Ka aus Gdańsk an der falschen Adresse. Sie will nicht die Klänge der verlorenen jüdischen Welt rekonstruieren, sondern deren Vibes in die Gegenwart transportieren – und die besteht aus Synthies, Samplern, Elektro-Beat-Schleifen und Vocal-Effekten. Dabei greift sie auf Vorkriegs-Kompositionen zurück, schafft aber auch eigene Songs, welche den jiddischen Texten und Themen den Weg in die Clubs, Theater und sogar auf Tanzflächen ebnen. Außerdem spricht die Künstlerin über die junge jüdische Musik-Szene in Polen.

Die Sängerin, Pianistin, Komponistin und Texterin Maria „Ka“ Kawska schreibt ihre Songs vorrangig auf Jiddisch und Polnisch. Sie tritt sowohl solo als auch mit Band-Begleitung auf. In ihren musikalischen Projekten beschäftigte sie sich u.a. mit der Lyrik von Zuzanna Ginczanka (Videclip), spielte im Dokumentar-Drama „Das Geheimarchiv im Warschauer Ghetto“ (2018) mit und vertonte Stummfilme. Als Forscherin untersucht die Absolventin der Fächer Jüdische Studien und Psychologie an der Krakauer Jagiellonen-Universität vor allem die jüdische Kinematografie, die Rolle der Frauen in der jüdischen Welt und verschiedene Aspekte des Holocaust. Darüber hinaus hält sie Vorträge in der Danziger Synagoge und gibt Workshops für jiddischen Gesang.