Die Partei hat immer recht! Anspruch, Wirklichkeit und Aufarbeitung der kommunistischen Parteien in der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen ab 1970

Datum/Zeit
Date(s) - 08/12/2017 - 09/12/2017
Ganztägig

Veranstaltungsort
Deutsches Polen-Institut, Residenzschloss

Kategorien


Ausschreibung bis zum 7. August 2017
Call for papers

Vom 8. bis zum 9. Dezember 2017 veranstaltet das Deutsche Polen-Institut in Darmstadt einen wissenschaftlichen Workshop, der sich den Erfahrungen in den letzten zwei Dekaden der kommunistischen Herrschaft in Deutschland und Polen widmet und die kommunistischen Parteien in den Mittelpunkt stellt: die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED) und die Polnische Vereinigte Arbeiterpartei (PVAP). Galten die frühen 1970er Jahre in der DDR und in Polen als Zeit von Stabilität, so waren die 1980er Jahre eine Dekade des  politischen und wirtschaftlichen Niedergangs. Doch was bedeuteten diese Zuschreibungen konkret aus einer Innensicht der kommunistischen Parteien sowie in ihrem gesellschaftlichen Kontext?

Ziel dieses Workshops ist die Anregung des Dialogs zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem dynamischen und interdisziplinär aufgestellten Feld der Parteienforschung, um die Funktionen der kommunistischen Parteien im Machtgefüge der Deutschen Demokratischen Republik und der Volksrepublik Polen zu diskutieren. Es soll ein differenziertes Bild vom Innenleben der Parteien, von den Beziehungen zwischen Partei, Staat und Gesellschaft und schließlich vom Niedergang der staatssozialistischen Parteien entworfen werden. Dabei werden nicht nur politik-, sondern auch sozial- und kulturgeschichtliche Dimensionen berücksichtigt. So kann der postulierte Anspruch der Parteien auf Allmacht und innere Einheit in ein aufschlussreiches Spannungsverhältnis zu den Ausprägungen historischer Wirklichkeiten gesetzt werden.

Weitere Informationen