Die deutsch-polnische Reise des Teufelsgeigers

Datum/Zeit
Date(s) - 01/10/2019
19:00 - 21:00

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Der legendäre italienische Geiger Niccolò Paganini (1782–1840) überquerte nach großen Erfolgen in seinem Heimatland im Jahre 1828 die Alpen und begann seinen Siegeszug durch weite Teile Europas. Nachdem er unter anderem in Wien und Prag gastiert hatte, betrat er im Januar 1829 erstmalig deutschen Boden. Hier sollte Paganini für die kommenden zwei Jahre, bevor er nach Frankreich und in das Vereinigte Königreich weiterreiste, in hoher Konzertfrequenz seine unglaubliche Karriere fortsetzen. Seine Fühler streckte er auch weiter östlich aus und hielt sich von Mitte Mai bis Anfang August 1829 in Posen, Warschau und Breslau auf.
Der Dresdner Violinist Florian Mayer begibt sich seit Januar 2019 auf die Spuren des Virtuosen und reist ihm in gleichen Zeitumfängen nach, dabei recherchierend, Tagebuch führend und auch konzertierend. In Leipzig wird er über seine Erlebnisse und Spurensuche berichten und sowohl die Musik Paganinis als auch die seines polnischen Konterparts Karol Lipiński zu Gehör bringen, dem Paganini in Warschau begegnete.
Das Konzert hat noch zwei weitere historische Anknüpfungspunkte: Zum einen spielte Paganini Anfang Oktober 1829 eine Serie von vier Konzerten im Alten Theater Leipzig. Darüber hinaus traf er während seines Aufenthalts an der Pleiße die zehnjährige Clara Schumann, deren 200. Geburtstag in diesem Jahr gefeiert wird.
Veranstalter: Europa-Haus Leipzig e. V. in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin – Filiale Leipzig und der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur